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Friedenslicht 2001

 

 

Friedenslicht (c) Georgsverlag
Im Jahr 1986 entstand im Östereichischen Rundfunk (ORF) Landesstudio Oberösterreich eine wunderbare Idee, die sich inzwischen in vielen Ländern Europas verbreitet hat: Das Friedenslicht aus Betlehem. Es erinnert daran, dass bei der Geburt Jesu den Menschen guten Willens der Friede verkündet wurde.

Das Licht ist das weihnachtliche Symbol schlechthin. Mit dem Entzünden und Weitergeben des Friedenslichtes erinnern wir an die weihnachtliche Botschaft vom Frieden und an unseren Auftrag, diesen Frieden unter den Menschen zu verwirklichen.

Das Friedenslicht wird seit dem Jahr 1986 in den Wochen vor Weihnachten von einem oberösterreichischen Kind in der Geburtsgrotte in Betlehem entzündet. Mit einem Flugzeug wird dieses Licht in einer explosionssicheren Lampe nach Österreich gebracht und bis Weihnachten aufbewahrt.

Kurz vor dem Heiligen Abend wird es von Wien aus in alle Orte Österreichs und in die meisten europäischen Länder gebracht. Züge fahren mit diesem Licht durch das ganze Land.

Am 24. Dezember selbst können sich die Menschen dieses Weihnachtssymbol in Österreich in allen ORF-Landesstudios, Bahnhöfen und Rotkreuzdienststellen, in den meisten Kirchen und bei vielen Organisationen und Vereinen holen. Jugendgruppen verteilen es ebenso wie Feuerwehren und Sportvereine. Unzählige Menschen holen sich dieses Licht in Laternen nach Hause und entzünden damit die Kerzen des Christbaumes, stellen es in die Fenster und geben es vor allem an Freunde, Nachbarn und Bekannte weiter. Oft ist es auch schon zum Zeichen der Versöhnung geworden, wenn es jemand zu Menschen gebracht hat, mit denen er zerstritten war.

Ähnlich wird das Friedenslicht auch in anderen Ländern verteilt, wobei sich dafür in Deutschland, Tschechien, der Schweiz und Italien besonders engagierte Partner gefunden haben. In ganz hervorragender Weise haben sich die Pfadfinderinnen und Pfadfinder dem Friedenslicht angenommen. Sie bringen es in die meisten europäischen Ländern und sorgen für die Verteilung und Verbreitung.

Das Friedenslicht aus Betlehem ist kein magisches Zeichen, das den Frieden herbeizaubern könnte. Es erinnert uns als Symbol vielmehr an unsere Pflicht, uns für den Frieden einzusetzen. So wie das Licht von Hand zu Hand weitergegeben wird, müssen wir auch den Frieden von Mensch zu Mensch wachsen lassen. So wie wir die kleine Flamme sorgsam behüten, müssen wir auch den Frieden behüten. Das Friedenslicht ist auch ein Zeichen der Hoffnung: Es hat sich in wenigen Jahren von einer kleinen Flamme ausgebreitet und leuchtet mit seiner Botschaft für Millionen Menschen.

Der neue Weihnachtsbrauch ist nur durch die moderne Technologie möglich geworden. Nur mit einem Flugzeug kann dieses Friedenslicht aus Betlehem in kurzer Zeit von Israel nach Österreich transportiert werden. Nur mit den modernen Verkehrsmitteln kann es von hier aus weitergebracht werden. Nur die modernen Massenmedien können die Nachricht von diesem Licht in wenigen Tagen der Öffentlichkeit bekannt machen. Auch das ist ein Teil der Botschaft des Friedenslichtes: Die moderne Technologie ermöglicht ein neues Symbol des Friedens und der Hoffnung.

Weitere Informationen zur Geschichte des Friedenslichtes stehen auf den Seiten des Östereichischen Rundfunks (ORF) Landesstudio Oberösterreich zur Verfügung.


 
 
 
Auch im vergangenen Jahr hat die Aktion Friedenslicht aus Betlehem unter den deutschen und vielen anderen europäischen Pfadfinderinnen und Pfadfindern starken Anklang gefunden. Nun da sich dieses Jahr langsam seinem Ende entgegen neigt, laufen die Vorbereitungen für die Friedenslichtaktion 2001, zu deren aktiver Teilnahme die Katholische und Evangelische Kirche wieder herzlich eingeladen sind.

Aktueller und notwendiger denn je soll das Friedenslicht in der Geburtsgrotte in Betlehem entzündet und vom diesjährigen Friedenslichtkind nach Österreich zunächst an den Ursprungsort der Aktion nach Linz gebracht werden. Am 15. Dezember 2001 wird es dann nach Wien kommen. Eine deutsche Pfadfinder/innendelegation aus 30 Städten holt das Friedenslicht im Rahmen einer internationalen Feier mit vielen europäischen Pfadfinder/innenorganisationen und anderen Partner/innen der Aktion ab und bringt es wieder am 3. Advent per Bahn nach Deutschland.

Wie im vergangenen Jahre und besonders vor 1999 üblich, wird das Licht wieder entlang der Hauptbahnstrecken an den großen Bahnhöfen verteilt. Zusätzlich finden in etwa 30 Städten besondere Aussendungsfeiern statt. Im Anschluss wird das Friedenslicht von Betlehem in den Weihnachtsgottesdiensten der Kirchengemeinden zur Krippe gebracht.
Friedenslicht Abzeichen
Diese Aktion soll weit über die Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände hinaus gehen, zunächst alle Jugendlichen der Kirchen- und Pfarrgemeinden ansprechen und wie bisher alle "Menschen guten Willens" einbeziehen, so dass das Friedenslicht wie in der Vergangenheit auch in Rathäusern und Krankenhäusern, in Justizvollzugsanstalten, Einkaufszentren und anderen öffentlichen Einrichtungen aufgestellt wird.

Die Aktion Friedenslicht aus Betlehem findet ihren Abschluss, wenn das Licht in den Weihnachtsgottesdiensten von jungen Menschen zur Krippe gebracht wird. Anschließend können die Familien dieses Licht zu den häuslichen Weihnachtsfeiern mitnehmen.

(Quelle: www.friedeslicht.de)

 

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